HOME
Diese Seite stammt von
http://www.suse.de

Brennen von CDs mit IDE-Brennern

Supportdatenbank (tbraza_ide_brenner)
Bezieht sich auf

SuSE Linux: Versionen ab 7.0

Problem:

Sie möchten Ihren IDE CD Brenner unter SuSE Linux auch als CD Brenner verwenden.

Vorgehen:

Abschalten der IDE-Unterstützung für den Brenner

Zuerst wird die IDE-Unterstützung für das betreffende Laufwerk abgeschaltet.

Achtung: Folgender Abschnitt wendet sich an Anwender einer Version vor 8.0 (YaST1):

Melden Sie sich bitte als Root an. Starten Sie nun bitte YaST1 durch anklicken des YaST1 Menü-Icons in der KDE-Leiste am unteren Rand des Bildschirms. In YaST1 gibt es keine Mausunterstützung, bewegen Sie sich bitte mit dem Cursortasten durch die Menüs. Die Eingabetaste (Enter, Return) bestätigt, die Escape-Taste (Esc) bricht ab.

Wählen Sie zunächst "Administration des Systems", dann "Kernel- und Bootkonfiguration" und zu guter letzt "LILO konfigurieren"

Fügen Sie hier unter "Appendzeile für Kernel Parameter" ein:

Folgender Abschnitt gilt für Anwender die SuSE Linux 8.0 einsetzen (YaST2):

Melden Sie sich bitte als Root an. Starten Sie nun bitte YaST2 Control Center.

Wählen Sie zunächst "System", dann "Konfiguration des Bootloaders".

Klicken Sie auf den Punkt "Aktuelle Konfiguration ändern" und dann auf "Weiter".

Belassen Sie die Voreinstellung bei der nächsten Maske "Wo soll der Bootloader installiert werden".

Klicken Sie in der folgenden Maske auf "Einstellungen für Experten" und dann auf den Button "Option hinzufügen".

Es erscheint ein Fenster "Neue Option implementieren". Der Name der Option ist schon mit "Append" vorgegeben.

Klicken Sie in das Feld für "Optionswert" und tragen hier ein:

Die weitere Vorgehensweise ist ab hier für alle Versionen gleich:

hdX=ide-scsi
wobei Sie X gegen den Devicebuchstaben Ihres Brenners und Ihres CD-Laufwerkes tauschen.

   hda = Master am ersten Kontrollerkanal (normalerweise ist das die Festplatte)
   hdb = Slave am ersten Kontrollerkanal
   hdc = Master am zweiten Kontrollerkanal (typischerweise das CD-Laufwerk)
   hdd = Slave am zweiten Kontrollerkanal
Wenn Sie in der Datei /var/log/boot.msg nach ide suchen, können Sie rausfinden an welchen Controllern Ihre Laufwerke angeschlossen sind. Wenn dort schon Einträge stehen, hängen Sie das hdX=ide-scsi einfach durch ein Leerzeichen getrennt hinten an.

Wenn Sie noch ein oder mehrere weitere IDE CD Laufwerke haben müssen Sie auch für diese die Emulation eintragen. Auch diese Einträge werden durch Leerzeichen getrennt.

Laden der SCSI-Emulation

Öffnen Sie ein Terminal durch Anklicken des entsprechenden Icons in der Werkzeugleiste, oder drücken Sie die Tastenkombination ALT - F2 und geben Sie in der erscheinenden Kommandozeile ein:

xterm
Wenn Sie nicht als root angemeldet sind, geben Sie bitte
su -
und das Root-Passwort ein. Öffnen Sie nun mit Ihrem Lieblingseditor die Datei:
/etc/init.d/boot.local
(In Versionen <7.1 heisst diese Datei /sbin/init.d/boot.local.) und tragen Sie am Ende der Datei folgende Zeile ein:

/sbin/modprobe ide-scsi
Das sieht dann folgendermassen aus:

# ! /bin/sh
#
# Copyright (c) 1996 SuSE GmbH Nuernberg, Germany.  All rights reserved.
#
# Author: Florian La Roche <florian@suse.de>, 1996
#         Werner Fink <werner@suse.de>, 1996
#         Burchard Steinbild <bs@suse.de>, 1996
#
# /sbin/init.d/boot.local
#
# script with local commands to be executed from init on system startup
#
. /etc/rc.config
#
# Here you should add things, that should happen directly after booting
# before we're going to the first run level.
#
/sbin/modprobe ide-scsi

Korrektur der Einstellungen für die CD-Laufwerke

Durch die SCSI Emulation sieht der Kernel den Brenner nicht mehr als IDE Gerät (und damit nicht mehr als z.B. /dev/hdc sondern als /dev/scd0).
Bei der Installation wird aber automatisch ein sog. Link angelegt, der dem System sagt, daß das CD-Laufwerk (Brenner werden zunächst nur als solche gesehen) eben unter beispielsweise /dev/hdc liegt.
Die Icons der CD-Laufwerke auf dem KDE-Desktop weisen aber nun auf /dev/cdrom, und dieser Link zeigt jetzt nicht mehr auf das CD-Laufwerk, resp. den Brenner, sondern ins Leere. Dies korrigieren Sie folgendermassen:

Im noch geöffneten Terminalfenster geben Sie folgenden Befehl ein:

ln -sf /dev/scd0 /dev/cdrecorder
Dies setzt den Link für den Brenner neu. Wenn Sie ein zweites CD-Laufwerk mit SCSI-Emulation nutzen wollen brauchen Sie noch:
ln -sf /dev/scd1 /dev/cdrom
Wenn Sie als erstes Laufwerk Ihr CD-Rom haben vertauschen Sie scd0 und scd1. Um auch in Zukunft die Laufwerke richtig mounten zu können editieren Sie bitte die Datei
/etc/fstab
und ersetzen Sie die Zeile für den CD-Brenner das sie danach so aussieht:
/dev/cdrecorder  /media/cdrecorder   auto   ro,noauto,user,exec 0  0
Für das CD-Rom sollte die Zeile so aussehen
/dev/cdrom       /media/cdrom        auto   ro,noauto,user,exec 0  0

Für Versionen <7.2 lassen Sie das /media bitte weg und schreiben nur /cdrecorder bzw. /cdrom.

Wenn Sie KDE benutzen Überprüfen Sie einmal mit der rechten Maustaste ob in den Eigenschaften für das Gerät /dev/cdrecorder bzw. /dev/cdrom eingetragen ist.

Nach einem Neustart sollte Ihr System wie vorher funktionieren - aber eben mit funktionierender SCSI Emulation und damit funktioniert dann auch Ihr Brenner.
Siehe auch:
o Mit YaST2 können keine Pakete von CD nachinstalliert werden

Stichwörter: BRENNER, BRENNEN, WRITER, BURNER, ATAPI, RECORDER, IDE-SCSI, XCDROAST, KONCD

Kategorien: Dokumentation

SDB-tbraza_ide_brenner, Copyright SuSE Linux AG, Nürnberg, Germany - Version: 21. Jun 2001
SuSE Linux AG - Zuletzt generiert: 01. Aug 2002 von pohletz (sdb_gen 1.40.0)